Kanzleimarketing? Lieber outsourcen!

Kanzleimarketing? Lieber outsourcen!

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Anwälte befinden sich in der Regel in der Rolle des Helfenden. Daran mag es möglicherweise liegen, dass sie manchmal Probleme damit haben, andere um Hilfe zu bitten. Nichtsdestotrotz ist es ratsam, bestimmte Tätigkeiten outzusourcen.

Dies betrifft in der Regel jene Themengebiete, bei denen es eine halbe Ewigkeit dauert, sich selbst einzuarbeiten, um dann trotzdem maximal Durchschnitt abzuliefern. Daher sollten Sie das den Profis überlassen. Wenn Sie sich nämlich endlich die kostbare Zeit freigeschaufelt haben, sich einzuarbeiten, hat der Fachmann schon die Hälfte der Lösung erarbeitet.

 

Beispiel Steuern

Steuern sind ein Paradebeispiel. Sie müssen notwendigerweise gemacht werden, aber die wenigsten Menschen sind versiert darin, und Spaß an dieser Arbeit hat vermutlich keiner so wirklich. Und so versuchen insbesondere Einzelkämpfer zu Beginn ihrer Selbständigkeit mühsam und angestrengt, sich notgedrungen in die wichtigsten Thematiken einzuarbeiten, brauchen dafür aber viel zu lange. Machen Sie diesen Fehler nicht. Er kostet nur wertvolle Zeit, Nerven und Energie. Geben  Sie lieber etwas Geld aus, und dafür wird alles vom Fachmann erledigt. Und in der gesparten Zeit können Sie das eine oder andere Mandat bearbeiten, das Ihnen die Ausgaben in die Kasse zurück spült. Oder noch besser: Der Steuerexperte holt mit seinem Fachwissen am Jahresende so viel mehr für Sie raus, als Sie bekommen hätten, wenn Sie sich da selbst durchgebissen hätten, dass Sie seinen Lohn damit locker raushaben.

 

Kanzleimarketing? Lassen Sie den Fachmann ran!

Mit Kanzleimarketing ist es das gleiche. Sie sind Jurist, kein Marketing-Fachmann. Und nur, weil Sie privat bei Facebook und Twitter sind, wissen Sie vermutlich noch nicht, wie man eine Website unter SEO-Gesichtspunkten optimiert oder einen funnel baut. Ja, Sie können Anzeigen bei Facebook schalten, aber dem sollte unbedingt eine Strategie zugrunde liegen.

Um eine Kanzlei aufzubauen, deren Geschäft quasi wie am Schnürchen läuft, ist es notwendig, dass die Mitarbeiter sich auf ihre jeweiligen Kernkompetenzen konzentrieren. Das spart Zeit und Geld. Es gibt darüber hinaus aber auch einige Aufgaben, die keineswegs anderweitig vergeben, sondern unbedingt in der Hand des Anwalts bleiben sollten. Hierzu zählt insbesondere die Kontaktpflege. Wenn es hingegen um so etwas wie Kanzleimarketing geht, sollten Sie andere ans Ruder lassen. Diese sollten für Sie festlegen, welche Marketingstrategien für Ihren Tätigkeitsbereich am besten funktionieren. Ein Familienrechtler braucht natürlich ein anderes Konzept als ein Medizinrechtler, da die Mandantschaft so sehr unterschiedlich ist.

Und auch ein Marketingfachmann wurde nicht als solcher geboren. Es bedarf jahrelanger Arbeit mit vielen Anwälten, bei denen verschiedene Marketingansätze getestet wurden, um ein Gespür für diese spezielle Klientel und ihr Umfeld zu gewinnen. So etwas lernt man nicht in einem Abendkurs an der Volkshochschule. Nur weil man regelmäßig Tatort schaut und ab und zu John Grisham liest, ist man schließlich auch noch kein Anwalt. Wenn Sie sich eine Marketingagentur aussuchen, sollte diese daher möglichst auf Kanzleimarketing spezialisiert sein und entsprechende Referenzen vorweisen können.

Ein Hauptziel der Marketingaktivitäten sollte sein, dass Sie bei einer Google-Suche auf der ersten Seite der Treffer oder jedenfalls sehr weit vorn landen. Wenn Sie selbst etwas über Google suchen, konzentrieren Sie sich bei Ihren Treffern vermutlich auch hauptsächlich auf die erste Seite.

 

Die hier genannten Tipps müssen nicht für jeden passen und sind nicht in Stein gemeißelt. Sie sollen nur als Anregung dienen. Denken Sie mal drüber nach!